Erziehungsstellen / Erziehungsstellenfamilien

 

- Kinder suchen Eltern! -

 

Sie wünschen Informationen zum Thema Erziehungsstellen bzw. interessieren sich

für die Aufgabe einer Erziehungsstellen-Familie?

 

Dann sind Sie bei uns richtig!

 

Auf der gesetzlichen Grundlage des § 33 Absatz 2 des Kinder-und Jugendhilfegesetzes sind Erziehungsstellen eine besondere Form der Vollzeitpflege für entwicklungsbeeinträchtigte Kinder und Jugendliche, die langfristig außerhalb ihrer Herkunftsfamilie leben müssen und bisher in Heimen oder Wohngruppen untergebracht waren.

 

Aktuelles aus der Arbeit der Erziehungsstellen

Sommerferienfahrt der Diakonie Leipzig zum KIEZ Friedrichsee 2026

Voll bepackt mit unseren 2 Autos und 2 Bussen ging es in der letzten Sommerferienwoche wieder mit 18 Kindern, im Alter von 7 bis 17 Jahren, aus unseren EZST ins Abenteuercamp Kiez Friedrichsee.

 

Dieses Jahr war uns das Wetter ebenfalls wohlgesonnen und wir konnten im Wald wandern, den kleinen Badesee und Sandstrand nutzen. Unsere Bungalows waren mitten in der Natur gelegen und ließen uns Vogelgezwitscher, Fuchs-bellen und das Rauschen der Bäume vernehmen.

Die Unterkünfte waren modern, sauber und hatten alles was wir für diese Tage brauchten. Auf dem Gelände konnten sich die Kinder und Jugendlichen an einer Seilbahn, einem Basketballfeld, einem Mini-Froschteich, einem Kletterturm und Tischtennisplatten erfreuen. Es gab jede Menge zu entdecken.

 

An einen Abend hatten wir eine Fledermauswanderung mit Experten gebucht, der sehr genau alles über die heimischen Arten berichten konnte. Mit ihm zusammen liefen wir im Dunkeln durch den Wald und entdeckten einen großen Armeisenhaufen. Dort erfuhren wir ebenfalls viele Tatsachen über die „Waldpolizei“. Und im Licht der Taschenlampen konnten wir sogar Herrn Fuchs „Guten Abend“ wünschen. Mutig und mit neuem Wissen gingen alle müde zum Kiez zurück.

 

Auch der nächste Tag bescherte uns Neues. Ein Ausflug zum Waldhaus am Bergwitzsee war eine interessante Erfahrung. Wir wurden mit einem liebevoll gedeckten Tisch und Snacks empfangen. Danach wurden uns in dem großen Lern- und Schulraum wenig bekannte historische Berufe in der Natur gezeigt. Die Kinder und Jugendlichen konnten dort Tieren anfassen, Fragen stellen, ihr Wissen testen. Und bei einem anschließenden Waldspaziergang Flora und Fauna aus der Sicht einer Waldpädagogin betrachten. Auch gab es Zeit sich auf dem Spielplatzgelände auszuprobieren.

 

Am Ende dieses Nachmittages ließen wir die Füße noch einmal im Waldsee baumeln. Die Kinder und Jugendlichen nutzen alle Möglichkeiten um miteinander im Austausch zu sein.

Die Gestaltung und Erarbeitung unserer neuen Kalender 2027 zeigte wieder einmal das Potenzial der jungen Künstler, das wir gemeinsam an einem Vormittag malerisch festhielten. Auf welche man sich im Dezember 2026 wieder freuen kann.

 

Natürlich versuchten wir auch von dem Erlebnis der Sonnenfinsternis etwas zu erwischen… doch leider sahen wir mitten im Wald zwischen den vielen hohen Kiefern wenig. Sternschnuppen waren zudem nur ein paar von uns vergönnt.

 

Eine Karaoke- Party mit viel Musik und Tanz rundete den letzten Abend ab.

Der letzte Tag sollte am wärmsten werden. Somit entschieden wir uns, in das Sportbad in Bad Düben zu fahren. Alle hatten sichtlich Spaß und genossen bei dieser Hitze die Rutschen, das Sandbecken und das kühle Nass.

 

Wir bedanken uns ganz herzlich von der Projektunterstützung „Kindern Urlaub schenken“ auch dieses Jahr einen Zuschuss erhalten zu haben.

 

Herzlichst, Ihr Team der Erziehungsstellenberaterinnen der Diakonie Leipzig

Sommerferienfahrt von Fairbund e.V. und Herbie e.V.

Ferienfahrt zum KiEZ Feuerkuppe bei Sondershausen

 

Im Rahmen einer viertägigen Ferienfahrt verbrachten 11 Erziehungsstellenkinder im Alter von 8 bis 15 Jahren gemeinsam eine erlebnisreiche Zeit im KiEZ Feuerkuppe bei Sondershausen. Begleitet wurden sie von vier Fachberaterinnen des Herbie e.V. und FAIRbund e.V.

 

Während des Aufenthalts gab es für die Kinder zahlreiche Möglichkeiten, gemeinsam aktiv zu sein, Neues auszuprobieren und schöne Erfahrungen zu sammeln. Ein besonderes Highlight war der Besuch des Affenwaldes. Die Kinder konnten die Tiere aus nächster Nähe erleben und zeigten dabei großes Interesse und viel Begeisterung.

 

Anschließend sorgte die Sommerrodelbahn für jede Menge Spaß und Aufregung. Die Kinder konnten ihre Geschwindigkeit selbst bestimmen und genossen die gemeinsame Aktivität sichtlich. Auch das Baden gehörte zu den beliebten Unternehmungen und bot bei sommerlichen Temperaturen eine willkommene Abkühlung.

 

Ein besonderes Erlebnis war außerdem die gemeinsame Beobachtung der Sonnenfinsternis. Ausgestattet mit speziellen Sonnenfinsternisbrillen konnten die Kinder das beeindruckende Naturschauspiel sicher beobachten. Dabei zeigten sie sich sehr interessiert und fasziniert von dem außergewöhnlichen Ereignis.

 

Für Spannung und Abenteuer sorgten außerdem mehrere Schatzsuchen. Mit viel Eifer machten sich die Kinder auf die Suche nach den versteckten Hinweisen und lösten gemeinsam die verschiedenen Aufgaben. Dabei waren Teamgeist, Kreativität und gegenseitige Unterstützung gefragt.

 

Ein weiterer besonderer Programmpunkt war der Kletterturm. Hier konnten die Kinder ihre eigenen Grenzen kennenlernen und sich neuen Herausforderungen stellen. Besonders beeindruckend war, wie viel Stärke und Mut die Kinder dabei bewiesen. Einige wuchsen über sich selbst hinaus, überwanden Ängste und stellten sich mit großer Ausdauer den Herausforderungen. Die Erfolge beim Klettern sorgten für sichtbaren Stolz und stärkten das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten.

 

Die vier Tage waren geprägt von Gemeinschaft, Bewegung, Abenteuer und vielen positiven Erlebnissen. Die Kinder konnten gemeinsam lachen, Neues entdecken und persönliche Erfahrungen sammeln. Besonders die gegenseitige Unterstützung und die sichtbaren Erfolgserlebnisse am Kletterturm machten die Ferienfahrt zu einer wertvollen Erfahrung.

Insgesamt war die Ferienfahrt ins Kiez Feuerkuppe für alle Beteiligten eine abwechslungsreiche und schöne Zeit mit vielen unvergesslichen Momenten. Die Kinder kehrten mit zahlreichen Eindrücken, neuen Erfahrungen und sicherlich der einen oder anderen schönen Erinnerung an diese gemeinsame Ferienzeit zurück.

25jähriges Jubiläum des Leipziger Erziehungsstellenverbundes 

25 Jahre Trägerverbund „Leipziger Erziehungsstellen“ – ein festlicher Tag voller Begegnungen und Wertschätzung

 

Am 6. Juni 2026 feierte der Trägerverbund „Leipziger Erziehungsstellen“ sein 25-jähriges Jubiläum mit einem bunten Familienfest im Budde-Haus in Leipzig. Gemeinsam mit zahlreichen Erziehungsstellenfamilien sowie Gästen aus der Stadtverwaltung, darunter der PflegeKinderDienst und die Leitungsebene des Amtes für Familie und Jugend (Janina Bittner), wurde dieser besondere Anlass in einer warmen, offenen und ausgesprochen festlichen Atmosphäre begangen.

Der Jubiläumstag stand ganz im Zeichen von Anerkennung, Begegnung und gemeinsamem Erleben. Nach einem feierlichen Beginn mit Grußworten erwartete die Gäste ein abwechslungsreiches Programm für Groß und Klein. Besonders berührend war die Lesung der Careleaving Storys. Zwei Careleaverinnen lasen aus ihrem zweiten Buchprojekt vor und schufen damit eindrucksvolle Einblicke und berührende Momente. Auch das liebevoll gestaltete Puppentheater begeisterte die kleinen und großen Besucherinnen und Besucher gleichermaßen.

Ein weiterer Höhepunkt war das Podiumsgespräch, in dem aktive Erziehungsstellen offen und authentisch aus ihrem Alltag mit Pflegekindern berichteten. Die Beiträge machten deutlich, wie wichtig Vertrauen, Verlässlichkeit und eine enge Zusammenarbeit für das Gelingen von Erziehungsstellenarbeit sind. Ergänzt wurde das Programm durch ein Zirkusprojekt zum Mitmachen, das für Freude, Bewegung und lebendige Begegnungen sorgte.

Für einen gelungenen Ausklang des Nachmittags sorgten die BoniBeaz, die das Jubiläum stimmungsvoll mit abwechslungsreicher Musik abrundeten. Bei Essen, Getränken und vielen guten Gesprächen klang der Festtag in einer durchweg positiven und wertschätzenden Atmosphäre aus.

Der Trägerverbund „Leipziger Erziehungsstellen“ blickt dankbar auf 25 Jahre engagierter Arbeit zurück und freut sich auf die weitere gemeinsame Zusammenarbeit mit Familien, Kooperationspartnerinnen und Kooperationspartnern sowie allen Unterstützerinnen und Unterstützern, die diesen besonderen Weg mitgestalten.

Yvonne Melzer (Diakonie Leipzig)

© Kzenon - Fotolia.com

 

Die Kinder bedürfen der Betreuung in einem dauerhaften familiären Bezugsrahmen, der ihnen die Chance bietet, innerlich zur Ruhe zu kommen, verlässliche Bindungen einzugehen, lebenspraktische Fähigkeiten zu erlernen und traumatische Erlebnisse zu verarbeiten.

 

Genau dafür ist die Abeit einer Erziehungsstellenfamilie wertvoll. 

 

 

In all jenen Lebenssituationen, in denen eine Rückführung des Kindes/Jugendlichen in die

Herkunftsfamilie ausgeschlossen ist, ist die Unterbringung in der Erziehungsstelle bis zur

Vollendung des 18. Lebensjahres des jungen Menschen vorgesehen.

 

Erziehungsstellen sind Familien, Paare oder Einzelpersonen, die 1 – 2 Kinder zur intensiven Betreuung in ihre Familie aufnehmen.

 

Durch Entwicklungsrückstände und Verhaltensauffälligkeiten haben Kinder, für die eine

Erziehungsstelle ausgewählt wird, einen erhöhten erzieherischen Bedarf.

 

Erziehungsstellen werden durch eine Schulung sowie kontinuierliche Beratung auf ihre Aufgabe vorbereitet.

 

Erziehungsstelleneltern erhalten für ihre Aufgabe eine Aufwandsentschädigung (Kosten für Pflege und Erziehung), einen Beitrag zur Altersvorsorge sowie den Sachaufwand für das Kind (Ernährung und Bekleidung, Schule und Kultur sowie Mietanteil).