Kinder suchen Eltern!

Sie wünschen Informationen zum Thema Erziehungsstellen bzw. interessieren sich

für die Aufgabe einer Erziehungsstellen Familie / Erziehungsstelleneltern ?

Dann sind Sie bei uns richtig!



2016 feiert der Trägerverbund Erziehungsstellen sein 15. Jubiläum. 

15 Jahre  - größtes Engagement motivierter  Familien Kindern ein neues Zuhause zu geben.

15 Jahre  - Erfahrung, kontinuierliche  Entwicklung  und vertrauensvolle Zusammenarbeit.

15 Jahre-  voller kleiner und großer Erfolgsgeschichten mit kleinen und großen Leuten.

 

In diesen 15 Jahren hat der Trägerverbund für Erziehungsstellen in insgesamt 71 Familien 121 Kinder vermitteln  können. Die allermeisten von ihnen werden in ihren neuen Familien bis zur Volljährigkeit und manchmal darüber hinaus leben. Etliche Jugendliche haben bereits den Sprung in ein eigenverantwortliches, selbstständiges Leben geschafft. Mit Freude und großem Engagement  begleiten die Beraterinnen des Trägerverbundes die positive Entwicklung der Kinder. Hierzu braucht es ein vertrauensvolles Miteinander aller Beteiligten, jede Menge Geduld und Verständnis, konstruktive und individuelle  Ideen zur Lösung von Konflikten und eine positive Grundeinstellung. Neben der kontinuierlichen Beratung gehört auch regelmäßige Fortbildung zu den Angeboten für die Familien.

 

In guter Tradition ging es hierfür auch in diesem Jahr wieder ins schöne Muldental. Während die Eltern erstmalig ganz in Ruhe das Fortbildungsangebot in Püchau nutzen konnten, durften die Kinder den Tag auf dem Pferdehof Telligmann in Wedelwitz verbringen. Das war für die Kinder ein tolles Erlebnis, denn nicht nur Pferde, sondern auch Hunde, Katzen, Kaninchen, Gänse, Ziegen, eine Kuh, sogar ein Papagei haben dort ihr Zuhause und ihre „Arbeitsstätte.“ Herr Telligmann ist nämlich Tiertrainer und arbeitet sonst mit seinen Tieren für Film und Fernsehen. Mit den Kindern hatte er an diesem Tag eine tüchtige Unterstützung, so dass am Nachmittag sogar eine kleine Vorführung für die Eltern auf dem Programm stand. Es war großartig zu beobachten, wie einfühlsam und ungezwungen die Kinder Kontakt zu den Tieren aufnahmen. Das wurde zum Abschluss für die Kinder sogar mit einer Urkunde belohnt.

 

Für die Fortbildung der Eltern hatten wir in diesem Jahr Frau Dr. Evelyn-Christina Becker als Referentin eingeladen. Unter dem Thema „Unser Pflegekind- gemeinsam leben zwischen Hoffnung, Zuversicht und Sorge“ gab es eine gute Mischung aus Theorie und Praxis und Gelegenheit eigene Anliegen anzusprechen. Natürlich kam auch der Austausch nicht zu kurz, denn über die Jahre entstehen auch persönliche Kontakte zwischen den einzelnen Familien. Zu unserer Freude waren in diesem Jahr ebenfalls wieder einige Fachkräfte aus dem Umfeld der Kinder unserer Einladung nach Püchau gefolgt. Gerade für Lehrer und Erzieher sind diese Fortbildungen ebenfalls oft eine Bereicherung. Ohne das Verständnis und die Zusammenarbeit mit anderen Fachkräften und Institutionen aus dem Umfeld der Kinder hätten diese  weniger Chancen auf eine positive Entwicklung. An dieser Stelle also auch ein großes Dankeschön an Alle, die nicht nur die Arbeit des Trägerverbundes, sondern vor allen die Familien und Kinder tagtäglich unterstützen.

Unser Weg zur/als Erziehungsstelle

 

Am Anfang … nun einen richtigen Anfang gab es eigentlich gar nicht. Vielmehr war der Entschluss Erziehungsstelle zu werden und ein uns „fremdes“ Kind in die Familie aufzunehmen ein Prozess, der sich über Jahre entwickelt hat. Ein Prozess, in dem uns die Bedürfnisse junger Menschen im Rahmen einer gesunden Persönlichkeitsentwicklung immer wichtiger wurden, ein Prozess in dem uns die Not der Kinder ohne versorgungsfähige Familie immer mehr ins Bewusstsein rückte und ein Prozess, in dem sich unser Verständnis von Familie mit unserem eigenen Kind erweiterte und wuchs.


Eigentlich planten wir mit der Aufnahme eines Pflegekindes zu warten bis unser Kind etwas älter wäre, aber .... (weiter lesen >>>)

Erziehst Du noch oder lacht Ihr schon gemeinsam?

 

So lautete das  Motto unserer diesjährigen Fortbildungsveranstaltung für Erziehungsstellen und begleitende Fachkräfte in Püchau am 13.06.2015. In inzwischen guter Tradition  hatten sich bei strahlenden Sonnenschein fast 100 Erwachsene und 50 Kinder in das schöne Muldental aufgemacht. Während die Kinder das schöne Freigelände der Freien Grundschule eroberten, Fußbällen und Seifenblasen hinterher jagten und Spaß mit zwei Klinikclowns hatten , setzen sich die Eltern ernsthaft humorvoll mit dem Thema auseinander. Zu Gast war als Referentin Frau Eva Ullmann, Humortrainerin, Pädagogin, Medizinerin, Autorin, Rednerin  und Gründerin des Instituts für Humor in Leipzig.

 

Schwerpunkte in ihrem Workshop waren:

  • Humor als Grundhaltung, Wirksamkeit und stimmiger Einsatz im erzieherischen Alltag
  • Grundlagen humorvoller Kommunikation, unterschiedliche Wirksamkeit des Humors
  • Humortechniken
  • Gezielter Einsatz und Unterlassung von Humor als Kommunikationsinstrument
  • Schärfung der eigenen Humorwahrnehmung
  • Unterscheidung von wertschätzendem und verletzendem Humor
  • Verstärkte Wahrnehmung und Nutzung von Humorangeboten für Kinder

 

Es kann verraten werden, soviel und herzlich wurde auf einem Weiterbildungstag bisher noch nie gelacht, denn neben der sehr unterhaltsamen Vermittlung einiger theoretischer Grundlagen wurden gemeinsam die verschiedensten Übungen ausprobiert. Viele Sätze und Bilder sind aus der Veranstaltung in Erinnerung geblieben, was sogleich bestätigt: Mit Humor Vermitteltes bleibt besser im Gedächtnis! Wie viel mehr und besser könnten wohl unsere Kinder mit humorvolleren Methoden lernen? Humor als Lernbeschleuniger! Humor hat aber auch immer etwas mit Perspektivwechsel, mit Um-die-Ecke-denken zu tun. Humor kann Widerstände beseitigen, Menschen öffnen und angespannte Situationen entschärfen. Manche Erziehungssituationen lassen sich nur mit Humor überstehen. Aber auch der alltägliche Wahnsinn hält  eine Menge Beispiele parat, für die es durchaus humorvollere Alternativen geben könnte. Humortraining lohnt sich also, nicht nur weil Lachen gesund ist, sondern weil  Humor auch entspannend wirkt und gelassener macht.

Und damit allen ein Schmunzeln nach der Veranstaltung erhalten bleibt, verschenkten die Kinder zur Erinnerung am Schluss an alle selbstbemalte Schmunzelsteine. 

 

Antje Stabrey | Diakonie Leipzig

70 Pflegeeltern und Fachleute, sowie 40 Kinder trafen sich zum Fachtag

 

Am 14. Juni 2014 trafen sich zum alljährlichen, von der Diakonie organisierten Fachtag für Erziehungsstellen in Püchau, 70 Pflegeeltern und beteiligte Fachleute sowie 40 Kinder.

 

„So viel Resonanz wie in diesem Jahr hatten wir noch nie.“ freut sich Frau Stabrey, Beraterin für einige der anwesenden Familien. Während die Kinder auf dem herrlichen Gelände mit den extra angereisten Pferden der Tierschule Telligmann und sogar einer goldenen Gans ihr Vergnügen hatten, lauschten die Erwachsenen dem Fachvortrag von Frau Dr. Ines Schwarz. Bei diesem ging es um das psychologische Thema der Übertragung und die Erziehungsstelleneltern konnten ihre Fragen stellen und sehr viel Anwendbares mit nach Hause nehmen, z.B. wie sie im Alltag immer wieder heilend für ihre Pflegekinder wirksam sein, deren Gefühle übersetzen und dabei sich selbst ausbalancieren und Manches aushalten können. Gestärkt verließen sie nach einem rundherum gelungenen Tag den Saal und eine Erziehungsstellenmutter fasste in Worte, was viele empfanden: „Ich hatte die ganze Zeit das Gefühl, die Referentin meint genau mich, unsere Familie, unser Erziehungsstellenkind.“

   

Wenn Sie über eine pädagogische Ausbildung verfügen und ein Erziehungsstellenkind in Vollzeitpflege dauerhaft bei sich aufnehmen wollen, melden Sie sich bei einer Beraterin. Einen Überblick über die vier Träger und deren Ansprechpartnerinnen finden Sie auf dieser Homepage unter Kontakt.

 

Antje Stabrey, Diakonie Leipzig

Pflegeelterntag in Püchau

 

Bei herrlichstem Sonnenschein trafen sich am 15. Juni 2013 22 Pflegefamilien und verschiedene Fachkräfte zu einem Fortbildungstag auf dem Gelände des Bildungszentrums in Püchau. 

 

Das Thema des Tages war Der Umgang mit Sexualität in Pflegefamilien. Referentin war die Sexualtherapeutin Frau Lucyna Wronska vom KIZ Berlin.  Neben der Vermittlung von Basiswissen über die kindliche Sexualentwicklung gab es ausreichend Gelegenheit über Erfahrungen und Beobachtungen im Umgang mit den Kindern ins Gespräch zu kommen.  

 

Während die Eltern inhaltlich angeregt und konzentriert arbeiteten, wurden die Kinder separat betreut.  Mit großer Begeisterung begrüßten sie nun schon zum dritten Mal menschliche, aber vor allem tierische Besucher der Tierschule Telligmann. Bei Kutschfahrten, ersten Reitversuchen und jeder Menge Streicheleinheiten mit Alpaka und Co  verging die Zeit wie im Fluge. Ebenso wie ihre Pflegeeltern genossen  die Kinder diesen gemeinsamen Tag mit Gleichgesinnten. Die Kinder haben Freunde gefunden, die ihr Schicksal teilen und auch die Eltern erleben solche Treffen als hilfreich und entlastend.

 

Für uns als Träger ist die Organisation solcher Veranstaltung ein wichtiger Baustein bei der Arbeit mit unseren Familien. Die Beteiligung weiterer Fachkräfte bereichert die Runde und den Erfahrungsaustausch.

 

Antje Stabrey, Diakonie Leipzig